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Diabetes erforschen: Aktiv sein und Folgen vermeiden

Genetische Veranlagung, Lebensumstände, Umwelteinflüsse: Die Risikofaktoren für die Entstehung eines Diabetes sind vielfältig. Langfristig schädigt der Diabetes vor allem bei schlechter Stoffwechseleinstellung und Risikofaktorkontrolle viele Organe. Nicht nur Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschwäche, Nervenschäden, sondern auch die Fettlebererkrankung, Depressionen und sogar Demenz können die Folgen sein. Daher ist es wichtig, den Diabetes frühzeitig zu erkennen und Spätkomplikationen im Verlauf der Erkrankung zu vermeiden.

„Die Anzahl an Menschen mit einer Diabetes-Erkrankung in Deutschland steigen nach wie vor an“, erklärt Prof. Michael Roden, Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ), zum Weltdiabetestag (14.11.2016). Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft sind mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt, 300 000 davon haben Diabetes Typ 1. Epidemiologen am DDZ haben herausgefunden, dass in Deutschland bereits jeder vierte Mensch ab 80 Jahren an einem Typ-2-Diabetes leidet. Bei einer Prävalenz von rund 24 Prozent der über 80-Jährigen leben ungefähr 1 Million Menschen mit Typ-2-Diabetes in dieser Altersgruppe in Deutschland.

„Viele Betroffene unterschätzen eine Diabetes-Diagnose“, sagt Prof. Roden. Seit langem ist bekannt, dass Übergewicht, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und Rauchen, Faktoren sind, die zu einem Diabetes führen können. „Durch gezielte Umstellung des Lebensstils ließe sich ein Typ-2-Diabetes in Frühstadien sogar wieder heilen, aber nicht jede Maßnahme ist für alle gleich wirksam“, betont Prof. Roden. Das Deutsche Diabetes-Zentrum bietet auf der Seite www.rin-diabetes.de mit dem „Wegweiser“ Betroffenen und Interessierten schnell einen Überblick mit Adressen von relevanten Angeboten wie Ärzten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Präventionsangeboten. Die Versorgungslage in Düsseldorf ist für Betroffene wegen des umfangreichen Angebots und der Spezialisten in den Diabetes-Schwerpunktpraxen gut. Die Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf bietet ambulante und stationäre Behandlungsmöglichkeiten, ein Diabetes-Fußzentrum und spezielle Diabetes-Sprechstunden wie eine Insulinpumpen-Ambulanz, die Spätkomplikationssprechstunde und Beratungsgespräche für Diabetes in der Schwangerschaft.

VON: CHRISTINA A. BECKER (S.B.)