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Zeitumstellung am 27. März 2016: Bei Diabetes an rechtzeitige Therapieanpassung denken

Am Sonntagmorgen, den 27. März 2016, wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt: Dies erfolgt von 02:00 auf 03:00 Uhr, damit beginnt die Sommerzeit. Moderne Uhren und funkgesteuerte Geräten stellen sich automatisch um. Menschen mit Diabetes müssen jedoch Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen und CGM-Systeme manuell anpassen. Die Zeitumstellung beeinflusst aber auch die „innere Uhr“: Sowohl stoffwechselgesunde Menschen als auch jene mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes müssen sich häufig erst an die Sommerzeit gewöhnen.

Die Abweichung beträgt nur 60 Minuten, trotzdem bringt die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit den Biorhythmus vieler Menschen spürbar durcheinander, wie eine Befragung der DAK zeigte: Danach hatte jeder dritte Befragte wegen der Zeitumstellung schon einmal Probleme wie Schlappheit, Müdigkeit, Einschlafprobleme oder Schlafstörungen Tage oder sogar Wochen nach der Umstellung. Auch Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen kommen vor. Eine Auswertung von Krankenhausdaten der DAK zeigte sogar einen Anstieg der Herzinfarktrate: 2014 registrierte die DAK 25 Prozent mehr Herzinfarkte im Zuge der Zeitumstellung.

„Insbesondere insulinpflichtige Menschen mit Diabetes sollten die Zeitumstellung im Blick haben und am Sonntagmorgen nach dem Aufstehen ihre Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen und CGM-Systeme sowie etwaige dazugehörige Software, zum Beispiel elektronische Blutzuckertagebücher, auf die Sommerzeit umstellen“, sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Diabetes Zentrum Mergentheim in Bad Mergentheim. Am besten gelinge der Übergang zur Sommerzeit, wenn der Blutzucker bereits gut eingestellt sei und das Selbstmanagement zuverlässig durchgeführt werde, wie Professor Haak erklärt: „Dazu gehört, regelmäßig den Blutzucker zu messen und die Insulingaben daran anzupassen.“ Blutzuckerschwankungen, die durch die Zeitumstellung auftreten, lassen sich bei den meisten Insulin-behandelten Menschen durch eine einfache Korrektur ausgleichen. Bei nicht mit Insulin behandelten Patienten sind zumeist keine akuten Therapieänderungen notwendig.