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Zeitumstellung am 30. Oktober 2016: Bei Diabetes an rechtzeitige Therapieanpassung denken

Am Sonntagmorgen, den 30. Oktober 2016, wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt: Dies erfolgt von 03:00 auf 02:00 Uhr, damit beginnt die Winterzeit. Moderne Uhren und funkgesteuerte Geräten stellen sich automatisch um. Menschen mit Diabetes müssen jedoch Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen und CGM-Systeme manuell anpassen. Die Zeitumstellung beeinflusst aber auch die „innere Uhr“: Sowohl stoffwechselgesunde Menschen als auch jene mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes müssen sich häufig erst an den veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus gewöhnen.

Die Abweichung beträgt nur eine Stunde, trotzdem bringt die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit den Biorhythmus vieler Menschen spürbar durcheinander, Probleme wie Schlappheit, Müdigkeit, Einschlafprobleme oder Schlafstörungen können für mehrere Tage oder sogar Wochen nach der Umstellung auftreten. Auch Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen kommen vor.
„Insbesondere insulinpflichtige Menschen mit Diabetes sollten die Zeitumstellung im Blick haben und am Sonntagmorgen nach dem Aufstehen ihre Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen und CGM-Systeme sowie etwaige dazugehörige Software, zum Beispiel elektronische Blutzuckertagebücher, auf die Winterzeit umstellen“, sagt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf. Am besten gelinge der Übergang zur Winterzeit, wenn der Blutzucker bereits gut eingestellt sei und das Selbstmanagement zuverlässig durchgeführt werde, so Dr. Kröger: „Insulin-behandelte Menschen mit Diabetes sollten regelmäßig den Blutzucker zu messen und die Insulingaben daran anzupassen.“ Blutzuckerschwankungen, die durch die Zeitumstellung auftreten, lassen sich bei den meisten Betroffenen durch eine einfache Korrektur ausgleichen. Bei nicht mit Insulin behandelten Patienten sind zumeist keine akuten Therapieänderungen notwendig.